Spielmöglichkeiten beim Skat
Jeder Spieler hat sein Blatt so zu halten, daß es von keinem Mitspieler eingesehen werden kann. Mit dem Ordnen der Karten in der Hand beginnt die erste, vorbereitende Spielphase. Ein System, wie die Karten eingeordnet werden, gibt es nicht, weil die Mitspieler daraus Schlüsse ziehen könnten. Wichtig ist lediglich, daß sie übersichtlich geordnet sind und auf einen Blick der Spielwert abzulesen ist. Damit beginnt die Überlegung, wie man steht und welche Art Spiel zu machen ist. Dabei gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten, nämlich
- 1. das Farbenspiel
- 2. das Großspiel (Grand)
- 3. Das Null-Spiel
Von diesen drei Grundspielarten abgesehen, gibt es vor allem regional noch eine Vielzahl von Abweichungen.
- Das Farbenspiel: Hierbei sind die vier Buben ständig die höchsten Trümpfe in der Farbfolge Kreuz-Pik-Herz-Karo. Zusätzliche Trümpfe sind sämtliche Karten einer Farbe, die vom Spieler als Trumpffarbe bestimmt wird. Ein Farbenspiel ist für den Alleinspieler gewonnen, wenn seine Stiche mindestens 61 Augen zählen, die Gegenspieler brauchen zum Sieg nur 60 Augen.
- Grand oder Großspiel: Bei dieser Spielart gelten lediglich die vier Buben als Trümpfe. Alle übrigen Karten gelten entsprechend ihrem normalen Rangwert. Um einen Grand als Alleinspieler zu gewinnen, braucht man ebenfalls 61 Augen.
- Das Null-Spiel: Hier gibt es überhaupt keine Trümpfe, d. h. sogar die Buben verlieren ihre sonstige Bedeutung als ständige Trümpfe und rangieren als gewöhnliche Farbkarten innerhalb ihrer Farbserie. Außerdem hat die Zehn nicht wie sonst ihren Rangwert hinter dem As, sondern zwischen dem Buben und der Neun. Entscheidend ist, daß der Null-Spieler überhaupt keinen Stich machen darf.
Für diese drei Grundspielarten gibt es einige wichtige Regeln: Jeder ausgespielte Trumpf muß mit Trumpf bedient werden; wer keinen Trumpf hat, darf eine beliebige Karte abwerfen. Eine ausgespielte Farbkarte muß mit gleicher Farbe bedient werden; kann man nicht bedienen, so darf man entweder mit Trumpf stechen oder eine beliebige andere Karte abwerfen. Man kann alle drei Spielarten entweder als "Handspiele" (aus der Hand, ohne die beiden Karten im Skat) oder als "Gucki-Spiele" spielen. Beim Gucki-Spiel nimmt der Alleinspieler die beiden Karten des Skat zur Verbesserung seines Blattes auf und legt dafür zwei Karten wieder verdeckt in den Skat. Der Augenwert dieser beiden im Skat liegenden Karten wird bei der Spielabrechnung dem Alleinspieler angerechnet, nicht aber, wenn er sonst keinen Stich macht.
