Allgemeines zu Skat
Handspiele werden nach der Skatordnung grundsätzlich einfach berechnet, wenn sie verloren werden. Diese Spielweise hat sich jedoch noch nicht überall durchgesetzt.
Der Grand-ouvert ist das höchste und teuerste aller Spiele. Ein Grand-ouvert kann auf 360 Punkte kommen, und zwar: Mit 4, Spiel 5, Hand 6, Schneider 7, Schneider angesagt 8, Schwarz 9, Schwarz angesagt 10 = 10 mal 36 = 360. Der Alleinspieler muß dabei, und das ist entscheidend, nicht nur alle 120 Augen stechen, sondern er muß alle Stiche überhaupt machen. Dabei hat er alle seine zehn Karten offen aufzulegen, bevor Vorhand ausspielt.
Schneider und Schwarz können nur Handspiele, nicht aber Gucki-Spiele angesagt werden. Schneider ist, wer 30 Augen oder weniger gestochen hat, Schwarz ist, wer überhaupt keinen Stich gemacht hat.
Bei "Offenen Spielen", also Grand-ouvert, Null-ouvert, Null-ouvert Hand und "offenen Farbhandspielen", muß der Spieler seine zehn Karten auslegen, bevor die erste Karte ausgespielt wurde. Bei Grand-ouvert und bei allen offenen Farbhandspielen müssen die Gegner Schwarz sein, d. h. der Alleinspieler muß alle zehn Stiche machen; 120 gestochene Augen genügen nicht. Diese Spiele werden ohne Skataufnahme gespielt. Die offenen Farbhandspiele wurden erst 1937 offiziell vom Skatverband eingeführt.
Abgekürzte Spiele sind Spiele, die vom Alleinspieler sofort oder nach dem ersten Stich vorzeitig als verloren aufgegeben werden. Ein späteres Aufgeben ist nur mit Zustimmung beider Gegenspieler möglich.
