Skat
Eine Skatrunde besteht aus drei oder vier Spielern. Bei vier Teilnehmern setzt jeweils der Kartengeber ein Spiel aus (er sitzt), bleibt aber am Gewinn und Verlust des Spiels stets voll beteiligt, und zwar auf selten der beiden Gegenspieler; er darf aber das Spiel nicht durch Hinweise oder Zeichen beeinflussen und darf nur nach einer Seite kiebitzen. Der Kartengeber, und damit bei vier Spielern der "Sitzer", wechselt von Spiel zu Spiel reihum im Uhrzeigersinn. Skat zu fünft ist zwar möglich, wird aber selten gespielt, denn es müssen immer zwei Teilnehmer aussetzen, nämlich der Kartengeber und der zwischen Mittel- und Hinterhand sitzende Spieler. Beide bleiben am Spielgewinn und Spielverlust auf seiten der beiden Gegenspieler beteiligt.
Kartenwerte
Das Skatblatt besteht aus 32 Karten. Man benutzt heute fast ausnahmslos die französischen Karten mit den Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo, je mit acht Blättern. Die Kartenwerte sind:
- As = 11 Augen
- Zehn = 10 Augen
- König = 4 Augen
- Dame = 3 Augen
- Bube = 2 Augen
- Neun = 0 Augen
- Acht = 0 Augen
- Sieben = 0 Augen
Ein Skatspiel enthält demnach insgesamt 120 Augen. Ziel des Spiels ist es, von Ausnahmen abgesehen, entweder als Alleinspieler (kurz "Spieler" genannt) 61, oder als Gegenpartei bei jedem Spiel mindestens 60 Augen zu stechen.
Farben und Trümpfe
Wichtig ist die Rangfolge der Farben. Sie lautet:
- 1. Kreuz
- 2. Pik
- 3. Herz
- 4. Karo
Ständige Trumpfkarten sind beim Skat, wieder von Ausnahmen abgesehen, die vier Buben, auch Jungen genannt, ebenfalls in der Farbrangfolge Kreuz-Pik-Herz-Karo. Außer diesen ständigen Trümpfen wird für jedes Spiel, von bestimmten Spielen abgesehen, zusätzlich noch eine Farbe als besondere Trumpfserie durch den Spieler angesagt. Diese sieben Karten der Trumpffarbe stehen unter den Buben, stechen aber sämtliche übrigen Karten, gleichgültig welchen Rangwert sie besitzen. Sämtliche Trumpfkarten stehen außerhalb einer Farbwertung.
Sitzordnung
Die Sitzordnung beim Skat ist keinem Zwang unterworfen, jeder kann Platz nehmen, wo er will. Wenn es jedoch ganz korrekt zugeht, dann zieht jeder Spielpartner eine Karte; wer die höchste Karte zieht, hat Platzwahl, wer die zweithöchste zieht, hat zweite Platzwahl. Eine einmal eingenommene Sitzordnung aber muß während der ganzen Spieldauer beibehalten werden, Änderungen sind dann nicht mehr erlaubt.
Geben
Der Kartengeber wechselt von Spiel zu Spiel reihum im Uhrzeigersinn. Ein Spiel, bei dem die Karten von einem andern als dem an der Reihe befindlichen Spieler ausgeteilt wurden, ist in jedem Fall ungültig. Der erste Geber wird dadurch ermittelt, daß jeder Teilnehmer eine Karte aus dem verdeckten Kartenpack zieht. Wer die höchste Karte gezogen hat, ist erster Geber. Er mischt die Karten sorgfältig durch und legt sie verdeckt vor den rechts neben ihm sitzenden Spieler zum Abheben. Dieser hebt beliebig viele Karten vom Stoß ab und legt sie daneben verdeckt ab; das abgehobene Päckchen darf nicht mehr als 29 und nicht weniger als drei Karten enthalten. Ein Anschauen der untersten Karte ist nicht erlaubt. Der Geber legt den Reststoß über den abgehobenen Kartenstoß und teilt aus:
Beginnend beim links von ihm sitzenden Spieler gibt er reihum jedem Teilnehmer zuerst je drei Karten, legt dann zwei Karten verdeckt "in den Skat", dann gibt er nochmal jedem je vier Karten und schließlich nochmal drei. Wurde falsch ausgegeben oder ist eine Karte offen gefallen, muß derselbe Geber erneut mischen, abheben lassen und austeilen. Jeder Teilnehmer hat also zehn Karten, während zwei Karten im Skat liegen. Die beiden verdeckt im Skat liegenden Karten dürfen weder vom Geber noch von einem andern Teilnehmer eingesehen werden; nur der Alleinspieler darf sie zum entsprechenden Spiel aufnehmen.
