Romme
Das Rommespiel ist aus Österreich nach Deutschland gekommen. Was der Name bedeutet, ist nicht bekannt. Das Spiel ist selbst für ungeübte Kartenspieler sehr leicht zu erlernen und eignet sich daher für jede Gesellschaft, auch weil es von beliebig vielen Personen gespielt werden kann. Bei mehr als sechs Spielern verliert es allerdings an Reiz, weil der einzelne zu lange warten muß, bis er wieder an die Reihe kommt. Die Spielregeln sind nicht überall die gleichen, die hier beschriebene Art ist die meist angewandte und interessanteste, einige Abweichungen werden aber auch erläutert. Der Grundgedanke ist immer im großen und ganzen derselbe, so daß jeder, der das mit Mahjong etwas verwandte Spiel einmal erfaßt hat, sich leicht anpassen kann, wo etwa abweichend gespielt wird.
Romme wird mit zwei vollständigen Kartenspielen, wozu auch zwei Joker gehören, also mit 106 Karten gespielt. Die Karten werden wie folgt bewertet: Das As zählt 11 Augen, König, Dame, Bube und 10 je 10 Augen, die übrigen Karten je nach ihrer Zahl. Daß das As unter Umständen auch nur ein Auge zählen kann, werden wir später noch lernen. Soll das Spiel beginnen, so wird zunächst der erste Geber ermittelt, indem jeder von den verdeckt liegenden Karten eine zieht. Wer die höchste Karte gezogen hat, muß angeben. Hierbei gilt die Reihenfolge As, König, Dame, Bube, 10 usw. Wird die höchste Karte von zwei oder mehr Personen gezogen, so müssen diese noch einmal ziehen. Der Geber kann auch noch einfacher auf die Weise ermittelt werden, daß einer der Spieler den Kartenstoß vom Nachbar abheben läßt und dann von links nach rechts Karten austeilt. Wer das erste As bekommt, muß geben.
